Tipps bei Legasthenie

Die Förderung sollte einzeln, individuell und in kurzen Sequenzen mit Pausen stattfinden. Stellen Sie fest, wie das Kind am besten lernt und passen Sie ihre Methoden an. Die Umgebung und der Arbeitsplatz sollen ruhig und angenehm sein, nicht verwirrend. Das Kind sollte in seinen differenzierten Sinneswahrnehmungen gefördert werden. Legasthene Kinder brauchen Hilfe, um zusammenhängende Gedanken fassen zu können, damit die Aufmerksamkeitsprojektion beim Schreiben, Lesen und/oder Rechnen gelingt. Verstehen Sie die Sprunghaftigkeit des Schülers hinsichtlich der Aufmerksamkeit und des Auftretens. Geben Sie ihm Zeit, um seine Gedanken zu ordnen und seine Arbeit zu beenden. Das Kind braucht genügend Zeit für verschiedene Aktivitäten, Zeitdruck kann sehr schädlich sein. Fördern Sie das Kind auch im Symptombereich, damit es weniger fehler macht. Streichen Sie nicht zu viele Fehler an, erwähnen Sie oft, wie viele richtige Wörter geschrieben worden sind. Computer, Radiorekorder, technische Hilfsmittel sollten verwendet werden. Setzen Sie Computerprogramme gezielt ein. Belohnungen sind wichtig. Zeigen Sie Geduld, Verständnis, Mut und Freundschaft zu jeder Zeit. Zeigen Sie dem legasthenen Kind Ihr Interesse an seinem Problem, geben Sie ihm persönliche Aufmerksamkeit. Vergleichen Sie nie die Fortschritte eines legasthenen Kindes mit denen anderer Kinder.

(Aus: „Austrian Legasthenie News“, Jahrgang 6, Ausgabe 4)

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